eingestellt am 8.1.25
Nicht, dass ich es irgendwie erhoffen würde!
Doch erschrecken mich einige Nachrichten über die Begierde des selbsternannten „Dealmakers“ noch vor seinem Antsantritt
Wie sähe die Welt bald aus, wenn:
a) Donald MAGA
b) Zar Wladi
c) Xi, der große Führer des Reiches der Mitte
folgenden „Deal der freien Hand“ schlössen:
a) Donald in Nordamerika, inkl. Panamakanal, Kanada und Grönland,
b) Wladimir auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion,
c) Xi im ohnehin als zum eigenen Reich zugehörig betrachteten Taiwan
Abwegig?
Nun:
- alle drei scheinen im Denken eher des 19. Jahrhunderts, also dem Streben nach der „Größe der eigenen Nation“ denn in der Realität des 21. Jahrhunderts verankert.
- Nun scheinen auch in den USA die Medien „gleichgeschaltet“ zu werden, in diesem Falle die „sozialen Medien“ wie „X“ und „Meta“, d.h. die Kontrolle über Meinung und deren Steuerung, wie dies in Russland und China längst geschehen ist. Nur die Mittel erscheinen andere, doch scheinen „sanfter Druck“ offensichtlich auch zu „vorauseilendem Gehorsam“ führen zu können – und dann ist irgendwann definiert, was „richtige“ und was „Fake“-news zu sein haben.
- Die Gerichtsbarkeit erscheint in allen drei Machtbereichen eher tendenziell weniger frei und eigenständig – ist es nicht beeindruckend und „toll“ (im Wortsinn), wenn ein Präsident mit Billigung des „Obersten Gerichts“ quasi alles tun, und sich recht weitgehend „über das Gesetz“ stellen darf?
- Und klare Vorstellung darüber, was unter „guter Kultur“ oder „einer ordentlichen Familie und Identität“ zu verstehen ist, scheinen auch alle drei Herren zu besitzen.
- Und eine kritische Zivilgesellschaft scheint auch alle drei Herren eher zu stören, sofern diese nicht die eigene Position teilt und verteilt.
Ja: eine furchterregende Dystopie, die hoffentlich nicht eintritt!!!
Doch ist sie völlig abwegig? Vielleicht nur eine Verschwörungstheorie? Ich hoffe es, aber scheint es nicht so, dass am Gebälk der Dempkratie von vielen Seiten und an vielen Stellen gesägt und gehobelt wird?
Und was können wir dagegen tun?
„Ist doch weit weg und betrifft uns nicht?“
Nun:
des Zaren Trolle sowie des selbsternannten Dealmakers derzeit scheinbar bester Freund, der gleichzeitig der reichste Mann der Welt ist, nehmen schon längst, und höchst massiv Einfluss auch auf europäische Politik und Gesellschaft, ohne dass es (momentan) „schlagfertige“ und ähnlich einflussreiche Gegenmedien zu geben scheint.
Wie gesagt:Mitnichten, dass ich derartige Entwicklungen erhoffe,
Doch wäre es nicht sinnvoll und an der Zeit, Gefahren zu erkennen, um wirksame Gegenstrategien möglichst rechtzeitig zu entwickeln?
Nachtrag vom 3.1.26:
Wie Putin seit spätestens 2022 die Welt sieht, ist sattsam bekannt. Er will letztlich die Rückabwicklung der Entwicklungen in Europa um 1990. Trumps „28-Punkte-Plan“ für einem Frieden in der Ukraine wird zumindest von einigen so kommentiert, dass er wie von Russland geschrieben erscheint.
Chinas Präsident Xi bekräftigte in seiner Neujahrsansprache 2026 erneut, dass er Taiwan als „abtrünnigen“ Teil der VR China betrachtet und China führte militärische Manöver gegen Taiwan aus, die höchstwahrscheinlich als Drohkulisse zu verstehen war. Auch an anderen Stellen in Chinas Nachbarschaft werden Inseln besetzt, Militärstützpunkte ausgebaut und Territoialansprüche geäußert.
Und Trumps USA? Die erneuerten zunächst die Monroe-Doktrin, den gesamten amerikanischen Kontinent als US-amerikanisches Einflussgebiet benennt – nun „Donroe-Doktrin“ genannt, die US-Strategie Ende 2025 scheint sich von (zumindest) einem geeinten, starken und selbständigen Europa abzusetzen, und am 3.1.26 interveniert die Trump-Administration in Venezuela und setzt den dortigen Präsidenten Maduro und dessen Frau unter dem Vorwurf des Drogenhandels fest. Nun kann man zu, Maduro-Regime stehen, wie man will, doch erscheint diese Intervention grundsätzlich ähnlich völkerrechtswidrig wie Putins Angriffskrieg in der Ukraine.
Bekanntlich erhebt Trump auch Anspruch auf Kanada und Grönland – beides Gebiete von „Verbündeten“ und Nato-Mitgliedern. Bzgl. Grönland widerholt er diesen Anspruch auch am 4.1.26 mal wieder öffentlich. Angeblich brauchen die USA Grönland für „ihre nationale Sicherheit“. Naja – ist doch eh ein autonomes Gebiet eines „befreundeten Nato-Staates“ (nämlich Dänemarks). Geht ihm auch bei Grönland wohl eher um die Bodenschätze und den „profanen“ Profit seiner Familie und Günstlinge. Was für eine Welt! Völkerrecht? Scheint egal! Verbündete? Europa muss zerteilt und geschwächt werden, dann kann es besser dominiert werden! Ob er sich tatsächlich dazu hinreißen lässt, einen anderen Nato-Staat anzugreifen? Art 5 der Nato-Charta? Fast scheint es, dass der „verlassen“ und „verloren“ ist, der sich auf diesen (solche) Freunde verlässt! Putin und Xi wird es vermutlich gefallen – und anderen Despoten, von denen es zunehmend mehr gibt, auch. Verteidigung demokratischer Werte? Durch Trump???
Man könnte auf die Idee kommen, dass meine mittlerweile ein knappes Jahr alte Ausgangsthese eine gewisse Berechtigung haben könnte. Sicher kann man die These getrost darum ergänzen, dass es um „knallharte“ wirtschaftliche Interessen geht – laut Trumps Rede vom (deutschen) Nachmittag des 3.1.26 wird die Trump-Administration ab nun das venezuelanische Öl verkaufen!
Schöne neue Welt?

